Stellwagen-Orgel

Die norddeutschen Hansestädte mit ihren großen Backsteinkirchen waren wichtige Zentren der Orgelbaukunst und der Orgelmusik. Das Instrument in der Marienkirche zu Stralsund wurde 1653 bis 1659 von Friedrich Stellwagen erbaut und von 2004 bis 2008 restauriert. Damit ist es die älteste Orgel Mecklenburg-Vorpommerns und zugleich die größte in der Mitte des 17. Jahrhunderts völlig neu konzipierte und noch erhaltene Orgel. Für Martin Rost, Kantor von St. Marien, eignet sich die Stellwagen-Orgel hervorragend für die Interpretation des reichen norddeutschen Musikrepertoires des 16., 17. und beginnenden 18.Jahrhunderts. Er zählt so bedeutende Komponisten auf wie Heinrich Scheidemann, Franz Tunder, Matthias Weckmann, Dietrich Buxtehude und Nicolaus Bruhns.

Jede Orgel ist ein Unikat, genau für den jeweiligen Kirchenraum erbaut. Für Fotograf Holger Kummerow gehört dieses bedeutende Zeugnis der Orgelbaukunst mit seiner von barocken Ornamenten geprägten Pracht zum „Sound of Stralsund“. Kirchen sind für Holger Kummerow als ehemaliger evangelischer Diakon vertraute Orte der Musik und des gemeinsamen Musizierens. In Stralsund ist dies zudem auf einzigartige Weise mit dem historischen Erbe verknüpft.

Nicht nur die Orgel in St. Marien, auch die Monumentalorgeln in St. Nikolai und St. Jakobi blieben erhalten und wurden restauriert. Selten sind so bedeutsame Instrumente auf so engem Raum zu erleben, wie in der Stralsunder Altstadt, die von der UNESCO 2002 in die Welterbeliste aufgenommen wurde. Mit festlichen Gottesdiensten, Konzertreihen und den international beachteten Stralsunder Orgeltagen zählt das „Klingende Welterbe“ inzwischen zu den Alleinstellungsmerkmalen Stralsunds. 

 

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