Provenienzforschung im STRALSUND MUSEUM

„Die Sammlungsaktivitäten des Stralsundischen Museums für Vorpommern und Rügen 1933-1945“

In dem zweijährigen Projekt geht es um die Herkunftsüberprüfung von Kulturgütern, die verfolgten Menschen und Gemeinschaften ab 1933 unrechtmäßig entzogen wurden und in das damalige Stralsundische Museum für Vorpommern und Rügen gelangten.

Zu den über 100 Verdachtsfällen zählen Übernahmen aus zwangsaufgelösten Vereinen, Verbänden und Freimaurerlogen. Außerdem gehören Erwerbungen von regionalen Kunst- und Antiquitätenhändlern dazu sowie Eingänge aus öffentlichen Einrichtungen und aus Privatbesitz.

Provenienzforschung untersucht im ersten Schritt die Objekte und ihre Herkunftsmerkmale. Im zweiten Schritt werden die Einträge in den Inventarbüchern überprüft und alle überlieferten Akten im Museum und im Stadtarchiv ausgewertet. Auch im Landes- und Bundesarchiv sowie im Geheimen Staatsarchiv in Berlin und im Universitätsarchiv in Marburg finden sich wichtige Quellen zur Provenienzforschung im STRALSUND MUSEUM.

Um die Verdachtsmomente möglichst genau zu klären, nimmt die Provenienzforscherin Nadine Garling auch die Geschichte des Museums zwischen 1933 und 1945 näher in den Blick und untersucht die Erwerbungspolitik des damaligen Museumsleiters Dr. Fritz Adler.

Das Projekt wird gefördert vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste in Magdeburg. Es ist geplant, die Forschungsergebnisse auf der Webseite und in einer öffentlichen Tagung zum Projektende vorzustellen. Für die betreffenden Objekte sollen die früheren Besitzverhältnisse rekonstruiert und nach den Washingtoner Prinzipien aus dem Jahr 1998 Ansätze für gerechte und faire Lösungen zur Rückgabe vorbereitet werden.


Verlinkung zum Deutschen Zentrum Kulturgutverluste:

Kontaktdaten:

Nadine Garling
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Provenienzforschung
Tel. 03831 253 604

ngarling@stralsund.de

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